Mehrere Frauen, die von unten nach oben in die Kamera gucken

Für Frauenrechte – gegen Rassismus

Bottroper Bündnis gegen Rechts ruft für den 4. März zur Kundgebung auf

Bottrop ist bunt statt braun: Gemeinsam mit dem Bottroper Bündnis gegen Rechts ruft der Paritätische Bottrop zur Kundgebung am Sonntag auf. Unter dem Titel "Für Frauenrechte - gegen Rassismus" startet das Bühnenprogramm am 4. März 2018 um 13.30 Uhr auf dem Kirchplatz/Cyriakusplatz. Ein klares Zeichen gegen Rechts setzen neben dem Oberbürgermeister der Stadt Bottrop, Bernd Tischler, auch Redner/-innen des Paritätischen und der Bottroper Stadtgesellschaft.

Gegen rassistische Vorurteile und diskriminierende Propaganda


Anlass für die Kundgebung ist die für 14 Uhr angekündigte Veranstaltung „Mütter gegen Gewalt“. Nach Einschätzung des Bottroper Bündnisses gegen Rechts handelt es sich hierbei um eine Tarnveranstaltung rechter Gruppierungen und Einzelpersonen des rechten Spektrums. „Wir finden es unerträglich, dass hier rassistische Vorurteile und diskriminierende Propaganda unter dem Deckmantel eines ‚Frauenbündnisses‘ verbreitet werden sollen“, so Andrea Multmeier, Geschäftsführerin des Paritätischen Bottrop, die die Kundgebung moderiert. Das Frauenzentrum Courage plant eine Tanzaktion im Sinne der weltweiten Bewegung „One Billion Rising“ als gemeinsames Statement  gegen Frauenfeindlichkeit und rechte Propaganda. Neben weiteren sozialen Organisationen wie dem Frauenhaus der Arbeiterwohlfahrt treten auch die evangelische und katholische Kirche bei der Kundgebung auf.

Vielfalt ohne Alternative


Gewalt gegen Frauen, Frauenrechte oder auch Gleichstellung sind ohne Frage auch 2018 noch dringliche Themen, so die Einschätzung von Cornelia Kavermann, die als Vorsitzende der Kreisgruppe Bottrop am Sonntag Position beziehen wird. „Kommt alle zum Kirchplatz neben der Cyriakuskirche! Wir müssen zeigen, dass die große Mehrheit der Bottroper Bevölkerung sehr wohl in der Lage ist, sich an die Seite der Opfer von Gewalt zu stellen, ohne dies mit Ressentiments gegen Fremde und dem Ruf nach einem Polizei-Staat zu verbinden. Der bedeutet nämlich eben nicht mehr Sicherheit, sondern erfahrungsgemäß eine Einschränkung demokratischer Bürgerrechte“ so Kavermann. Der Paritätische Wohlfahrtsverband setzt sich seit Jahrzehnten gemeinsam mit seinen Mitgliedsorganisationen für interkulturelle Öffnung und für eine vielfältige und tolerante Gesellschaft ein. Erklärtes Ziel ist es, Vorurteilen und dumpfen Stammtischparolen etwas entgegenzusetzen. Dazu wurde unter anderem 2017 die bundesweite Kampagne „Vielfalt ohne Alternative“ ins Leben gerufen. 2018 steht der Kampf für die Menschenrechte auf der Agenda des Verbandes.

"Für Frauenrechte - gegen Rassismus": Unter diesem Motto ruft der Paritätische Bottrop gemeinsam mit dem Bottroper Bündnis gegen Rechts zu einer Kundgebung auf (04.03.2018, 13:30 Uhr, Kirchplatz/Cyriakusplatz, Bottrop).
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