Zwei Männer, eine Frau halten Plakat mit Aufschrift bodo. Davor liegen viele Rucksäcke

Rucksäcke für Obdachlose

Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW verteilen "Brichbags"

Obdachlosen Menschen fehlt es oft an grundlegenden Alltagsprodukten. Hier will die Augsburger Textilunternehmerin Sina Trinkwalder mit ihrem Projekt „Brichbag“ helfen. In ihrem Unternehmen Manomama näht sie aus Resten der Markisenindustrie stabile Rucksäcke, füllt diese mit Bedarfsgegenständen und sorgt dafür, dass sie an Bedürftige verteilt werden. Auch in Nordrhein-Westfalen wurden in Kooperation mit Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW Rucksäcke verteilt.

Der Rucksack


Die Rucksäcke sind gefüllt mit Artikeln, die wohnungslosen Menschen das Leben auf der Straße erleichtern sollen, zum Beispiel warme Socken, löslicher Kaffee oder Desinfektionsmittel. Aber nicht nur der Inhalt zählt, auch der Rucksack selbst ist nützlich für Obdachlose. In der stabilen Tasche können sie ihre Habseligkeiten verstauen und transportieren. Die „Brichbags“ sind geräumig, wasserdicht und witterungsbeständig, weil sie aus Resten der Markisenindustrie gefertigt werden. Der Name der Rucksäcke basiert auf einem Wortspiel: „Brich“ wird ausgesprochen wie das englischen Wort „bridge“, also „Brücke“. In der abgewandelten Schreibweise steckt außerdem das englische Wort „rich“, das „reich“ bedeutet. Die Brichbags sollen demnach eine Brücke schlagen zwischen Arm und Reich.

Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW übernehmen Verteilung


Insgesamt sind deutschlandweit schon über 1.300 Rucksäcke ausgegeben worden. In NRW haben mehrere Mitgliedsorganisationen des Paritätischen NRW an der Aktion teilgenommen: bodo in Bochum, Emmaus Gemeinschaft in Köln, Sozialpädagogische Einrichtung Mühle in Hilden und vision:teilen und fiftyfifty in Düsseldorf. Ebenfalls beteiligt war die Fachstelle für Menschen in Wohnungsnot Minden, deren Hauptträger Hexenhaus Espelkamp, Mitgliedsorganisation im Paritätischen NRW, ist.