Magnetwand, darauf eine Hinweis Neue Gruppen im Aufbau

Selbsthilfe-Starthelfer

Erfolgsgeschichte: Ehrenamtliche In-Gang-Setzer bringen 1000. Selbsthilfegruppe auf den Weg

Aller Anfang ist schwer, so sagt man. Das gilt auch für Selbsthilfegruppen. Da ist es
gut, ein wenig Starthilfe zu bekommen. Genau das tun In-Gang-Setzer. Seit 2009 werden sie in allen Teilen Deutschlands ausgebildet, um neu gegründete oder aktive Selbsthilfegruppen beim Start zu begleiten. In Münster feierte der Paritätische NRW nun die 1000. In-Gang-Setzung.

„Das ist schon sehr beachtlich, dass wir diese Zahl an In-Gang-Setzungen aus ganz Deutschland lückenlos dokumentieren können“, sagt Andreas Greiwe, Fachgruppenleiter
Selbsthilfe/-Kontaktstellen im Paritätischen NRW und Leiter des Projekts In-Gang-Setzer. Seit zehn Jahren setzen ehrenamtliche Mitarbeiter/-innen der Selbsthilfe-Kontaktstellen Selbsthilfegruppen in Gang.

Die ersten Schritte begleiten


„Wir geben Impulse, wie sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer als Gruppe am besten finden und wie die Treffen gut ablaufen können“, erzählt In-Gang-Setzer Michael Werner. Aufgabe der Ehrenamtlichen ist es, eine Gruppe dazu zu befähigen, sich selbst zu organisieren. Aus diesem Grund ist das Engagement von In-Gang-Setzern auch auf drei bis maximal zehn Treffen begrenzt. Gelegentlich begleiten sie auch bestehende Selbsthilfegruppen, wenn sie in sensiblen Phasen Unterstützung benötigen.

Ausgezeichnetes Erfolgsmodell


Bundesweit nehmen inzwischen 40 Selbsthilfe-Kontaktstellen an dem Projekt teil. Sie wählen In-Gang-Setzer aus, die dann in mehreren Wochenend-Seminaren für ihre Aufgabe geschult werden. „Selbsthilfe braucht gute Starthilfe“, so Greiwe. Dass dieses Konzept aufgeht, zeigen die Zahlen: 70 Prozent aller In-Gang-Setzungen führten zur Gründung einer beständigen Selbsthilfegruppe.

Kooperative Zusammenarbeit


Der Paritätische NRW führt das bundesweite Modellprojekt durch. Finanziert wird es von den Betriebskrankenkassen – vom BKK Dachverband und dem BKK Landesverband
Nordwest.